Hier geht es um die Chinesische Mauer, wie Chinas Große Mauer entstand, sowie die Länge der Chinesischen Mauer

 

Die Chinesische Mauer

Die Chinesische Mauer bei Guobeikou

Die Chinesische Mauer bei Peking


Die Chinesische Mauer oder auch “lange chinesische Mauer” und “Chinas Große Mauer” genannt, hat eine lange Geschichte und seinen frühen Ursprung in Chinas Geschichte. In China selbst wird die Mauer Wanli Changcheng (10.000 Li-lange Mauer) oder Zhongguo Changcheng (Lange chinesische Mauer) genannt. 10.000 Li sind ein altes chinesisches Längenmaß auf km umgerechnet kommt man auf rund 5800km.
Sie diente vorallem als Grenze, um sich vor dem Norden zu schützen. China hatte viele Feinde und die Mauer sollte das Reich befestigen.
Auch diente die Chinesische Mauer dazu, sich vom Rest der Welt abzugrenzen und die Kultur Chinas zu schützen. Ohne die Chinesische Mauer wäre China nie zu dem geworden was es heute ist. Eines der größten Länder der Welt, mit einer ganz eigenen Kultur.

 
 

Die Länge der Chinesischen Mauer

Die chinesische Mauer ist das größte Bauwerk der Erde. Die Gesamtlänge von Chinas Großer Mauer beträgt fast 9000km. Genau sind es laut einer Messung von 2009 stolze 8851 km.

Zum Vergleich: Deutschland hat schon viele Grenzen und kommt auf eine Länge von 3700 km. Die chinesische Mauer würde also mehr als 2 mal um ganz Deutschland reichen.
Würde man die Mauer abtragen und eine 6m hohe und 1m breite daraus bauen würde die Große Mauer um die ganze Erde reichen. Würde man sie in den USA aufstellen, würde sie von West- bis Ostküste reichen.
Man muss allerdings sagen, dass 2200 km der Mauer bereits naturbedingt sind. Es sind vorallem Berge und deren steile Felsen, sowie Flüsse, die es den Erbauern etwas erleichtert haben.
Manche Abschnitte sind nicht verbunden. Es wurde an vielen Stellen gleichzeitig gebaut und je nach Lage des Landes, musste die Arbeit eben leider unterbrochen werden.
Insgesamt hat die Mauer eine Länge von 9800 km, zählt man auch die vielen losen Stücke in der Landschaft mit. Der Anteil der Hauptmauer kommt gerade mal auf 2400 km, hier wurden weder naturbedingte Hilfestellungen noch einzelne Verzweigungen oder lose stehende Mauerstücke berücksichtigt.

Heute sind von der Großen Mauer Chinas noch etwas mehr also 500 km in sehr guten Zustand. Der Rest der Großen Mauer Chinas ist durch die Natur bereits beschädigt worden. 
 

 

Die Entstehung der Großen Mauer Chinas

Mit dem ersten chinesischem Kaiser fing der Bau der chinesischen Mauer an. Es war Shihuangdi aus der Qin Dynastie, der seinen General Meng Tian damit beauftrage, dies zu bewerkstelligen.
Zu Beginn wurden die vielen einzelnen Mauerstücke, die aus der Zeit vor dem Zusammenschluss der Stämme, bereits zum Schutz voreinander gebaut worden waren, verbunden.

Die Chinesische Mauer

Die Chinesische Mauer


Die Mauer wurde im Norden begonnen und sollte vorallem dem Schutz vor den Normaden dienen. Die Mauer wurde bereits damals mit Zinnen und Türmen ausgestattet, dadruch wurde die Verteidigung immens vereinfacht.
Es mussten Männer, Frauen und sogar Kinder an der Mauer arbeiten. Sie wurden von Meng Tian Soldaten aus dem ganzen Land zusammen getrieben und in den Norden geschickt. Vor allem waren es Bauern, die hinhalten mussten. Während des Bauhöhepunktes arbeiteten 20% der Bevölkerung an der Chinesischen Mauer. Bekleidet nur in Lumpen, kaum etwas zu essen und erschöpft von der Arbeit, bauten sie nur mit ihren Händen an der Großen Mauer Chinas.
Viele Experten sagen, es gab über 250.000 Tote in dieser Zeit und die Leichen wurden einfach in die Mauer eingebaut, weshalb die lange chinesische Mauer auch den Namen der langer Friedhof hat. Dies ist jedoch umstritten. Andere behaupten wieder, es waren mehr als eine Million, die hier ihren Tod fanden und dass die Leichen nicht eingebaut wurden, da dies nur statische Probleme verursacht hätte. Rausfinden wird man dies wohl nie.
Todesursachen waren vor allem Verhungern und Krankheiten. Aber nicht selten wurden die Arbeiter von ihrem Aufsehern auch totgeprügelt, sollten sie nicht mehr genügend gearbeitet haben oder gar versucht haben, davon zu Laufen. Dies diente besonders gut zur Abschreckung der anderen, um die Disziplin stets am Maximum zu halten.
Da die Baumaterialien sehr vom Gebiet abhingen, wurde vor allem mit Lehm gearbeitet. Dieser wurde zwischen eine Bretterwand gelegt und festgestampft. War die eine Schicht fertig, wurden mehr Bretter angebracht und die Mauer höher gebaut. War das Ganze trocken, wurden die Bretter entfernt und ein weiteres Stück der Chinesischen Mauer war fertiggestellt.
Die Chinesische Mauer wurde so groß gebaut, dass auf ihr sogar ganze Wagen und Boten reisen konnten, weshalb sie für den Informationsfluss in China ein großer Vorteil war.
Nachdem der Kaiser schließlich starb, übernahm die Han Dynastie das Land. Ihre Kaiser ließen weiter an der Mauer arbeiten und sie verbessern. Mehr Türme, mehr Zinnen und auch der Abstand der Verteidigungsanlagen wurde verkürzt. Es gab viele geheime Signale, die über Rauchzeichen oder Feuer stattfanden.
Doch da es im Land selbst Probleme gab, wurde an der Chinesischen Mauer Jahrhunderte lang nicht weitergebaut.
 
Die Chinesische Mauer bei blauem Himmel

Schönes Stück der Chinesischen Mauer

Erst im 14. Jahrhundert wurde an der Großen Mauer Chinas, wegen der steigenden Gefahr durch die Mongolen, weitergearbeitet.
Die Mauer wurde jetzt aber durch eine Mischung aus gebranntem Kalk und Klebreis und nicht mehr aus Lehm befestigt. Diese Mischung ist in etwa so fest wie der heutige Zement.
Ebenso ließen die Kaiser der Ming Dynastie größere Türme errichten, welche als Lager und Schlafraum dienten. Ebenso wurde die Chinesische Mauer sogar mit Artillerie geschützt.
Unter den Ming erhielt die Große Mauer Chinas ihren militärischen Höhepunkt.
So kam es, dass die Chinesische Mauer das Land für weitere 150 Jahre schützte. Aufgrund von Probleme im Land der Mitte selbst, konnte sie nicht mehr mit genügend Soldaten versorgt werden.
Darum kam es, dass im 16. Jahrhundert die Mandschu die Chinesische Mauer überwindeten und China überfallen wurde. Das war das letze Mal, dass an der Chinesichen Mauer gearbeitet wurde. Als China wieder in chinesischer Hand war, gab es andere Probleme und wie wir alle wissen, würde diese Mauer heute nicht mehr die gleiche Wirkung, wie die fast 2000 Jahre zuvor, haben.
 
 

 Turm der Chinesischen Mauer

Ein halb verfallener Turm der Chinesischen Mauer


Events an der Chinesischen Mauer

David Copperfield und der Gang durch die Chinesische Mauer

Es war das Jahr 1986 als David Copperfield enschied durch die Mauer zu gehen. Selbst für ihn, der gern an den wirklich bekannten Bauwerken einen Trick inszinierte, gehörte die Chinesische Mauer zu den Ausgewählten. Im Internet findet man heute sehr viele Anleitungen wie das ganze wirklich geschah und wie es gemacht wurde.
Trozdem muss man sagen, ist es einfach klasse gemacht. Im Deutschen Youtube wurde das Video entfernt. Aber auf dem US Server liegt das fünf- minütige Video noch.
 

Mit dem Skateboard über die Chinesische Mauer

Nur mit Hilfe seines Skateboards und einer riesigen Rampe, schaffte der amerikansiche Profi-Skateboarder Danny Way einen Sprung über die Chinesische Mauer. Mit 36.58m Höhe ist die Rampe in Peking die Größte jemals gebaute. Mit einer Höhe von 7,14m und einer Weite von ganzen 24m hat er es ins Buch der Rekorde geschafft. Bis heute ist dieser Sprung in Höhe und auch Weite das Maß der Dinge auf dem Skateboard. Ein Video dazu gibt es natürlich ebenfalls. Passiert ist ihm zum Glück nichts.
 

Partys und weitere Events auf der Großen Mauer

Inzwischen gab es auch schon das ein oder andere Fest auf der Großen Mauer Chinas. Unter dem Titel “kein Weg ist uns zu Weit” ließ eine Versicherung Leute einladen, die auf der Mauer feierten.
Viele kleinere Festivals und Partys finden auf und neben der Mauer ebenfalls statt. Die Regierung, sowie der Denkmalschutz ist darüber nicht sehr erfreut. Sie klagen über Abfall und Verschmutzug. 
 

Die Chinesische Mauer bei Nacht

Zelten an der Chinesischen Mauer

Die Chinesische Mauer heute

Bis vor ein paar Jahren wurde die Chinesische Mauer von vielen Bauern und Bürgern als Steinbuch gesehen. Hier konnte man sich güngstig viele passende Steine für den Hausbau beschaffen.
Dies endet aber im Jahr 2006. Seitdem ist es verboten, von der Mauer Steine zu entfernen und dieser Abbau ließ seitdem auch stark nach, da die Strafen hierfür relativ hoch sind.
Von der UNESCO wurde die Chinesische Mauer schon 1987 zum Welterbe erklärt. Wie oben schon gesagt, ist von der Mauer aber nicht mehr so viel übrig. Etwa 500km schätzt man, sind noch im guten Zustand. Vielerorts, wo die Mauer noch aus der Lehmversion besteht, ist sie bereits auf 1/3 ihrer ursprünglichen Größe geschrumpft. Eine Erhaltung und Restaurierung findet eigenlich nur an Stellen statt, an welchen Touristen die Mauer besuchen. Der Rest wird wohl noch weiter von der Natur abgetragen.  
 

Besichtigung der Chinesischen Mauer

Sonnenaufgang bei der großen Mauer

Sonnenaufgang mit der Chinesischen Mauer


Die berühmtesten Stellen sind bei Beijing. Der Mauerabschnitt von Badaling wurde stark restauriert und liegt rund 70 km nordwestlich von Peking. Sehr schön ist die Mauer hier wirklich, jedoch muss man hier den Anblick mit vielen anderen Touristen, teilen. Auch bei Mutianyu kann man die Mauer bewundern. Der Ort ist von Peking 90km entfernt. Viel weniger ist aber auch hier nicht los. Restautrants und Hotels findet man hier genügend. Wer die Mauer fern vom Massentourismus sehen will, sollte sich einen Führer für ein paar Euro nehmen und sie sich Privat zeigen lassen. Fremdenführer findet man in Peking leicht. Sie können Englisch und meist findet man sogar einen der Deutsch spricht.
Inzwischen gibt es für Touristen auch ganze Wanderangebote, welche an der Chinesichen Mauer entlang führen. Von Peking aus geht es über Chengde, Qinhuangdao und Tianjin nach Datong. Die Wanderung dauert etwa zwei Wochen und anschließend geht es mit dem Zug zurück nach Peking